⚔ Das Hanseatische Verteidigungsnetz: Warum Hamburg die Brücke zum Baltikum schlägt

2026-06-10 · THE FORGE

Das Hanseatische Verteidigungsnetz: Warum Hamburg die Brücke zum Baltikum schlägt


Die Ostsee ist 2026 zur sicherheitspolitischen Nahtstelle Europas geworden. Mit dem Beitritt Finnlands und Schwedens zur NATO ist das Baltische Meer faktisch ein NATO-Binnenmeer. Gleichzeitig investieren die baltischen Staaten und die nordischen Länder prozentual deutlich mehr in Verteidigung als fast alle anderen europäischen Nationen. Estland, Lettland, Litauen. Finnland, Schweden, Norwegen.


Doch zwischen Deutschland und diesen Vorreitern klafft eine Lücke. Es gibt keine dauerhafte institutionelle Brücke, kein Netzwerk das den Austausch zwischen Hamburger DeepTech-Entscheidern und den Defense-Ökosystemen von Tallinn, Riga, Vilnius, Helsinki und Stockholm systematisch organisiert.


THE FORGE schließt diese Lücke.


Hamburgs geostrategische Position


Hamburg ist die natürliche Schnittstelle:


Hafen: Europas drittgrößter Hafen. 800 Jahre Handelstradition. Logistisches Rückgrat der Nordsee-Ostsee-Achse.


Handelskammer: 175.000 Mitgliedsunternehmen. Die größte und älteste Handelskammer Deutschlands.


NATO-Nähe: Die Hansestadt war im Kalten Krieg Frontstadt zwischen NATO und Warschauer Pakt. Heute ist Hamburg Sitz wichtiger Sicherheits- und Logistikfunktionen der Bundeswehr.


DeepTech: Mit dem DeepTech Campus Circle existiert Hamburgs erster thematischer Business-Club für DeepTech und KI. THE FORGE ist seine Defense-Vertikale.


Das Baltikum: Europas fortschrittlichste Defense-Ökosysteme


Estland ist digitales Vorbild: E-Government, Cyber-Defense, NATO CCDCOE (Cooperative Cyber Defence Centre of Excellence) in Tallinn. Die estnische Defense-Industrie ist relativ klein, aber technologisch führend in Bereichen wie Cyber, Sensors und unbemannte Systeme.


Lettland und Litauen haben seit 2014 massiv in Verteidigung investiert. Litauen entwickelt ein eigenes Drohnen-Ökosystem. Riga hostet regelmäßig die Riga Conference, eines der wichtigsten sicherheitspolitischen Foren in Osteuropa.


Finnland und Schweden bringen als neue NATO-Mitglieder nicht nur geostrategische Tiefe, sondern auch eine leistungsfähige Verteidigungsindustrie. Saab (Gripen, U-Boote), Patria (gepanzerte Fahrzeuge), Nammo (Munition).


NORDEFCO: Institutional cooperation meets THE FORGE's speed


Die Nordische Verteidigungskooperation (NORDEFCO) zwischen Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden ist etabliert, aber langsam und staatlich. THE FORGE komplementiert auf privater Ebene: Schneller, flexibler, direkt zwischen Wirtschaft und Entscheidungsträgern.


Chatham House Rules schaffen Vertrauen. Geschlossene Formate ermöglichen den ehrlichen Austausch, den öffentliche Konferenzen nicht leisten können.


GSIS: Erster Anker im Dezember 2026


Das Hamburg Dual Use Forum, Teil des GSIS (Global Security & Innovation Summit), findet am 9. und 10. Dezember 2026 im CCH statt. Veranstaltet von Hamburg Messe und IISS (International Institute for Strategic Studies). Das ist Hamburgs erster großer Versuch, im internationalen Defense-Dialog sichtbar zu werden.


THE FORGE ist die privatwirtschaftliche Ergänzung: Kuratiert, geschlossen, langfristig. Während GSIS jährlich stattfindet, bauen wir ein dauerhaftes Netzwerk auf.


THE FORGE: Für wen?


THE FORGE richtet sich an alle, die strategische Relevanz für Europas technologische Souveränität mitbringen. Dazu gehören:


  • Verteidigungsunternehmen aus Deutschland und dem Baltikum
  • KRITIS-Betreiber (Energie, Wasser, Verkehr, Gesundheit, Finanzen)
  • Dual-Use-Startups mit sicherheitsrelevanter Technologie
  • Investoren mit Defense-Mandat
  • Entscheidungsträger aus Politik und Sicherheitsbehörden

Kein Land ist ausgeschlossen. Baltische und nordische Mitglieder sind willkommen.


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Die Plätze für den Kickoff am 2. Juli 2026 sind limitiert. Bewerbungen werden bis zum 15. Juni angenommen.


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